Leistungssport mit Hunden
Dienstag, 26. Januar 2010Auf großer Fahrt: Beim Schlittenhundesport bilden Hunde und Mensch ein Team, das alle Herausforderungen gemeinsam meistert.
Ein Hund muss beschäftigt werden, denn Spaziergänge sorgen zwar für die körperliche Auslastung eines Hundes, fordern ihn aber nicht geistig. Aus diesem Grund gibt es die unterschiedlichsten Beschäftigungsformen, bei denen Mensch und Hund gemeinsam Spaß haben können. Je nach Vorlieben des Hundes und des Menschen kann man mit seinem Hund sportlich aktiv werden oder ruhige
Beschäftigungsformen wählen. Beim Agility muss der Hund einen Parcours mit unterschiedlichen Hindernissen absolvieren, dabei wird er von seinem Menschen durch Hör- und Sichtzeichen gelenkt. Im Turnierhundesport ist die sportliche Komponente für den Menschen noch ausgeprägter, hier laufen Mensch und Hund gemeinsam über Hindernisse. Es gibt Laufwettbewerbe, bei denen Mensch und Hund eine gemeinsame Strecke bewältigen müssen, und im Schlittenhundesport ziehen Hunde den Menschen in einem Schlitten oder Wagen durch die Gegend. Kopfarbeit ist dagegen beim Fährtentraining nötig. Hier kommt es nicht darauf an, welcher Hund die Fährte am schnellstens absolviert, sondern welcher Hund besonders ruhig und konzentriert sucht. Im Obedience werden viele verschiedene Übungen durchgeführt, von allgemeinen Grundübungen wie Sitz und Platz bis hin zu Apportierübungen oder der Geruchsunterscheidung. Hierbei kommt es auf die Genauigkeit in der Ausführung der Übungen an. Jagdhunde trainieren außerhalb der Jagd mit Dummys, gefüllten Leinensäckchen, mit denen jagdnahe Situationen nachgestellt werden. Die Hunde sollen die Dummys so schnell wie möglich finden und zum Menschen bringen.
Und natürlich macht das Training mit mehreren Gleichgesinnten doppelt so viel Spaß. Da kann man sich austauschen, kann Schwierigkeiten bei Übungen besprechen oder auch einfach einen Kaffee im Anschluss des Trainings zusammen trinken. Vielen Menschen reicht dies dann auch vollkommen, andere Menschen möchten aber gerne wissen, wo sie mit ihrem Hund im Vergleich zu anderen Mensch-Hund-Teams stehen. Sie nehmen an Prüfungen und Wettbewerben mit ihrem Hund teil. Daran ist zunächst einmal nichts auszusetzen. Zu sehen, wozu ein Hund in der Lage sein kann, spornt den einen oder anderen Menschen vielleicht an, sich noch intensiver mit der Sportart und seinem Hund auseinander zu setzen. Man hat ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann, und bleibt so mit Motivation im Training dabei. Und wenn man auch noch erfolgreich ist, eine Prüfung besteht oder den Wettbewerb
sogar mit einer Platzierung abschließen kann, dann darf man zu Recht stolz auf sich und seinen Hund sein.
Wann wird es bedenklich? Natürlich spricht erst einmal nichts dagegen, sich einen Hund einer bestimmten Rasse zu kaufen, um mit diesem Hund eine bestimmte Sportart auszuführen. Wenn man sich viel in freier Natur bewegt und sportlich aktiv ist, dann ist ein Mops sicher nicht der geeignete Hund.
DIE SUCHT NACH ERFOLG
Doch man darf nicht vergessen, dass nur die Zugehörigkeit zu einer Rasse nicht unbedingt bedeutet, dass man selbst mit diesem Hund erfolgreich sein wird. Zum einen gibt es innerhalb einer Rasse charakterliche Unterschiede. Da kann es passieren, dass Sie nun ausgerechnet den Labrador Retriever aus dem Wurf erwischt haben, der sich für Apportierspiele einfach nicht begeistern lässt. Zum anderen gehört neben der Veranlagung des Hundes auch die Ausbildung durch den Hundehalter dazu. Auch wenn die Elterntiere Ihres Hundes alle Prüfungen mit Bravour bestanden haben, kann es passieren, dass Sie bei der Prüfung durchfallen, da Ihnen die Erfahrung in der Ausbildung fehlt. Man muss flexibel bleiben und warten, wie ein Hund sich entwickelt, um dann eventuell eine andere Beschäftigungsform zu suchen. Und was ist, wenn sich beim Border Collie und zukünftigen Agility-Champion beim Röntgen mit zwölf Monaten herausstellt, dass er unter Hüftgelenksdysplasie leidet und damit für diesen Sport nicht eingesetzt werden kann? Nichts wäre schlimmer für Ihren Hund, wenn Sie nun nichts mehr mit ihm unternehmen würden! Solche Hunde sind dann nämlich letzten Endes nichts anderes als ein Sportgerät. Eine Sache, die wenn sie ihre Funktion nicht mehr erfüllt, verkauft oder im Keller abgestellt wird. Nun darf man natürlich nicht alle Menschen verurteilen, die mit ihren Hunden immer wieder auf den oberen Plätzen bei Wettbewerben zu finden sind. Genauso wie einigen Menschen fällt manchen Hunden eine bestimmte Leistung leichter und mit der entsprechenden Förderung und Führung durch den Menschen ist der Erfolg schon fast vorprogrammiert.
POSITIVE VERSTÄRKUNG
Wenn der Erfolg zum Zwang wird und der Mensch sich über diesen Erfolg definiert, dann ist in der Regel der Hund der Leidtragende. Gibt es etwas Schlimmeres, als zu sehen, wie ein Hund nach einem verpatzten Lauf im Agility von seinem Menschen unsanft vom Platz gezerrt wird? Die direkte Misshandllung eines Hundes ist bei Prüfungen zum Glück mit Konsequenzen verbunden. Den noch sieht man immer wieder in allen Bereichen des Hundesports Menschen mit ihren Hunden nach einem Misserfolg “im Wald” verschwinden, wo dem Hund gehörig die Meinung gesagt wird. Für den Hund ist dies doppelt unfair: Hat er doch zum einen in der Prüfung sein Bestes gegeben und sich so gezeigt, wie es seinem Leistungsstand in dieser Situation entsprach. Kein Hund macht extra einen Fehler, nur um seinen Menschen zu ärgern. Zum anderen ist der Fehler so lange her, dass der Hund ihn mit einer
Korrektur dann nicht mehr verknüpfen kann. Wobei man sich inzwischen in der Fachwelt einig ist, dass ein Hund mit positiver Verstärkung besser lernt als mit Gewalt und Druck! Je größer die Erwartungen an einen Hund sind, desto mehr besteht die Gefahr, dass der Hund als Lebewesen in den Hintergrund rückt. Gesunder Ehrgeiz schadet niemanden, jedoch sollte man immer bedenken, dass man die Verpflichtung für ein Lebewesen übernommen hat. Der Hund ist abhängig von uns Menschen und hat ein Leben in Achtung und Respekt verdient!
Agility soll Spaß machen:
Eine übertriebene Erwartungshaltung an den Erfolg Ihres Hundes beim Sport setzt das Tier unnötig unter Druck und verdirbt die Freude an der gemeinsamen Beschäftigung.
Für jeden etwas:
Je nach Interessen, Charakter und Veranlagung sollten Sie eine Sportart wählen, die zu Ihrem Hund und
natürlich auch zu Ihnen passt.
seit JAHRZEHNTEN ???
SITUATIONSBEZOGENES VERHALTEN BELASTUNGSREIZE AKTIVIERUNGSGRAD |
WANN WARUM WISO IHR FACHWART GIBT AUSKUNFT??? |
RESULTAT STEIGENDER MITGLIEDERVERLUST

VEREINSFACHOBRIGKEITEN ZEIGEN NACH ZWEI AMTSPERIODEN VERWALTUNGSROUTINE ZUM TEIL STARKE BASISMÜDIGKEIT