Archiv für Mai 2010

Alles rund ums Futter

Sonntag, 30. Mai 2010

Futter spielt bei den meisten Hunden eine große Rolle. Jeder hat aber schon einmal von einem Hund gehört, der selbst mit der leckersten Bratensoße über dem Futter nicht zum Fressen zu motivieren war. Der Halter eines Bernhardiners wird hier wohl nur den Kopf schütteln, ist es bei diesen Hunden doch in der Regel genau anders herum: Wozu soll man Futter kauen, wenn man es auch im Ganzen herunterschlucken kann? Kein Wunder, dass es fast so viele Theorien über die richtige Fütterung des Hundes gibt, wie unterschiedliche Hunde und Halter existieren! Welches Futter am besten zu einem selbst und vor allem natürlich zu seinem Hund passt, muss jeder selbst entscheiden Ob der Hund Nassfutter Trockenfutter, Rohfutter oder aber ein extra für ihn gekochtes Futter bekommt, spielt für die Erziehung des Hundes keine Rolle.

UM RASSEDIENLICH ZU SEIN GEHT ES NICHT NUR DARUM SICH BEI SEMINARE ANZUMELDEN UM DABEI ZU SEIN
NUR FUTTERAUTOMAT? Allerdings sollte man dennoch einige Regeln bei der Fütterung des Hundes beachten. So ist es in der Regel nicht sinnvoll, einen Hund immer genau zur gleichen Zeit zu füttern. Für Hunde sind unregelmäßige Fütterungszeiten kein Problem, denn auch in der Natur würde ein Hund nicht immer zur gleichen Zeit zum Beispiel ein Kaninchen fangen und fressen. Die Problematik bei regelmäßigen Fütterungszeiten liegt vor allem darin, dass wir Menschen durch viele äußere Gegebenheiten gebunden sind und es dann für den Hund stressig werden kann, wenn er plötzlich einmal nicht genau um 12 Uhr seine Mittagsmahlzeit bekommt. Dieser Stress wird dann auch schnell für den Menschen zur Geduldsprobe, einen jammernden Hund zu ignorieren fällt den meisten Menschen nämlich nicht leicht. Denn dies ist eine weitere Regel, die man rund um das Thema Futter beachten sollte. Fordert der Hund es ein, sollte der Mensch nicht auf diese Forderung reagieren. Natürlich wird ein Hund dann nicht direkt zu einem Problemhund, die Gefahr, dass der Hund den Menschen aber über das Futter manipuliert und der Mensch so zum Futterautomaten degradiert wird, ist auf jeden Fall gegeben.

OHNE KRITIK KEIN FORTSCHRITT: RASSEDIENLICH TÄTIG SEIN HEIßT NEGATIVFESTSTELLUNGEN POSITIV VEREINSÖFFENTLICH MACHEN

Was soll man nun aber tun, wenn der Hund nicht zur Sorte der „Futter-einfordernden-ewig-Hungrigen“ gehört, sondern regelrecht gebeten werden muss, doch etwas zu essen? Da gibt es dann noch das besondere Sößchen als Highlight über das Futter, das meist nach zwei Tagen schon wieder durch ein - noch besseres - Highlight ausgetauscht werden muss. Als erste Maßnahme gilt hier: Machen Sie das Futter nicht zu etwas „Besonderem“, indem Sie immer wieder eine neue Leckerei darüber geben. Das Futter darf Ihr Hund in einem solchen Fall zudem nicht frei zur Verfügung haben. Etwas, das man ständig vor der Nase hat, braucht man nicht zu begehren. Man kennt dies vom „All-you-can-eat-Büffet“, dass spätestens am dritten Tag im All-inclusive Urlaub seinen Reiz verloren hat. Stellen Sie Ihrem Hund daher sein Futter hin und geben Sie ihm zehn Minuten Zeit zu fressen. Wendet er sich vom Futter ab, versuchen Sie nicht, ihn wieder dorthin zu locken. Nach zehn Minuten nehmen Sie das Futter weg. Ein erneutes Futterangebot erhält Ihr Hund erst, wenn es wieder Fütterungszeit ist. Ob Sie Ihren Hund dabei einmal oder zweimal am Tag füttern, spielt keine Rolle. Achten Sie lediglich darauf, dass die Futterportion nicht zu groß wird.

AUGENSCHEINLICHE FESTSTELLUNGEN AM EIGENEN HUND SOWIE IN DER VEREINSGEMEINSCHAFT FESTGESTELLTE HUNDEMÄNGEL MÜSSEN DOKUMENTIERT WERDEN

Wie viel Futter sollte ein Hund denn nun eigentlich bekommen? Dies kann man generell nicht sagen. Natürlich bekommt ein kleiner Hund wesentlich weniger als ein großer Hund, jedoch unterscheidet sich die benötigte Futtermenge auch bei gleich großen Hunden oft enorm. Sie hängt sowohl vom individuellen Stoffwechsel des Hundes als auch von der Auslastung ab und kann so durchaus auch tageweise je nach Belastung variieren. Bei einem kurzhaarigen Hund sollten sich die Rippen leicht im Fell abheben, beim langhaarigen Hund sollten die Rippen ohne großen Druck zu fühlen sein.

SCHLECHTE HUNDE GIBT ES NICHT NUR DESSEN QUALITÄTEN MÜSSEN FACHMÄNNISCH KOMPENSIERT WERDEN

PASSENDE BELOHNUNG Soll man nun aber Futter auch für die Erziehung nutzen? Warum nicht? Wenn Ihr Hund gerne frisst, können Sie sein Lieblingsfutter hervorragend nutzen, um Ihrem Hund alle möglichen Dinge beizubringen. Natürlich darf das Leckerli keine „Bestechung“ sein, ein Training sollte also immer so aufgebaut sein, dass ein sichtbares Leckerli immer nur zu Beginn beim Aufbau einer neuen Übung vorhanden ist. Später bleibt das Leckerli verborgen und wird erst nach erfolgreich durchgeführter Übung als Belohnung hervorgeholt. Sollte Ihr Hund anstelle eines Leckerchens aber lieber ein Tobespiel oder eine Streicheleinheit mit Ihnen oder aber das Apportieren des geliebten Bällchens bevorzugen, sollten Sie dies bei der Wahl der Belohnung berücksichtigen! Falls Sie Ihren Hund mit Futter belohnen, müssen Sie die Belohnungsleckerli natürlich von der Futterration Ihres Hundes abziehen. Sie können aber auch die gesamte Futterration Ihres Hundes für das Training nutzen, indem Sie es zum Beispiel mit auf den Spaziergang nehmen. Hierfür gibt es speziell für Hunde angefertigte Futterbeutel, kleine Säckchen aus festem Stoff, die mit einem Reißverschluss versehen sind. Den Futterbeutel können Sie nun im Wald verstecken und Ihren Hund zur Suche schicken. Wenn Ihr Hund Ihnen den 1 Beutel gebracht hat, bekommt er daraus ein Leckerli. Am Ende des Spaziergangs können Sie Ihrem Hund dann den Rest des Futters geben.

STB FÖRDERER — QUALIFIZIERUNGSINITATIVE — SUCHT ZUKUNFTWEISENDE ONLINEPLANSPIELE FÜR/MIT BERNHARDINERLIEBHABER

Ich will mehr: Wenn Hunde zu oft oder zu viel Futter fordern, müssen Sie unbedingt konsequent bleiben

Super fürs Training: Für die meisten Hunde ist das Leckerli eine tolle Belohnung bei der Erziehungsarbeit

Das gibt‘s auch: Manche Hunde haben zu wenig Appetit und müssen regelrecht zum Fressen animiert werden

EINMAL ERLERNTE FACHPRÜFUNG IN THEORIEWISSEN (z.B. SPEZIALZUCHTRICHTER) ERSETZT NICHT DIE PRAXISFORTBILDUNG

Der Hund in der Urlaubszeit

Dienstag, 25. Mai 2010

Die schönste schönste Zeit im Jahr - die Urlaubszeit – naht . Viele Menschen nutzen diese Tage, um möglichst viel Zeit mit ihrem vierbeinigen Freund zu verbringen. Für einige Hunde bedeutet das Verlassen der eigenen Wohnung aber großen Stress, schließlich wissen sie nicht, dass es nur ein Umzug auf kurze Zeit ist und es in spätestens zwei bis drei Wochen wieder nach Hause geht. Damit sich Ihr Hund auch im Urlaub wohlfühlt, sollten Sie einige Dinge beachten.

RASSEHUND ZUCHT ÖFFENTLICH RECHTLICH GENEHMIGUNGSPFLICHTIG MACHEN

Für viele Hunde ist bereits das Kofferpacken Stress, sie spüren die Aufregung bei Herrchen und Frauchen. Bevor Sie nun das Auto beladen, sollten Sie als Erstes Ihren Hund im Auto unterbringen. So weiß er direkt: „Er ist mit dabei!“ Achten Sie darauf, dass er sicher untergebracht ist und nicht etwa von herumfliegendem Gepäck getroffen werden kann. Am besten eignet sich hier die Unterbringung in einer festen Hundebox, alternativ kann Ihr Hund auch durch ein Geschirr und ein passendes Gurtsystem gesichert sein. Denken Sie in einer Pause daran, dass auch Ihr Hund sich lösen muss. Füttern sollten Sie ihn allerdings nicht unbedingt vor oder während einer längeren Fahrt, denn einigen Hunden wird dadurch beim Autofahren schlecht. Manche Hunde nehmen vor lauter Aufregung nicht einmal Wasser an. Machen Sie sich deswegen aber keine Sorgen, wenn Ihr Hund ein paar Stunden lang nichts trinkt, stellt dies für ihn kein ernstes Problem dar.

VOR ZUCHTZULASSUNG RASSEHUND SCHAUTRAINERAUSBILDUNG GENEHMIGUNGSPFLICHTIG MACHEN

FAST WIE ZU HAUSE In der Ferienwohnung angekommen, sollten Sie nun als Erstes das von zu Hause mitgebrachte Körbchen oder die Decke Ihres Hundes auspacken. So weiß er direkt, wo sein Platz ist. Der Liegeplatz sollte dem zu Hause gleichen, wenn Ihr Hund also zu Hause mit Ihnen im Schlafzimmer schläft, sollte er auch in der Urlaubswohnung die Möglichkeit dazu haben. Nehmen Sie auch eine ausreichend große Menge des gewohnten Futters mit. Eine Futterumstellung kann für sensible Hunde ein Problem sein, sie können dann Magen- und Darmprobleme bekommen oder möchten gar nicht fressen. Im Freilauf sollten Sie Ihren Hund nur dann laufen lassen, wenn Sie wirklich sicher sind, dass er zuverlässig hört. Nutzen Sie im Zweifelsfall lieber eine Schleppleine, so können Sie Ihrem Hund ausreichend Bewegung bieten, verhindern aber, dass er sich weit von Ihnen entfernt und sich so in unbekannter Umgebung in Gefahr bringt.

ERST RETTUNGSHUNDEAUSBILDUNG DANN ZUM gepr. BASISAUSBILDER bzw. vers. FACHAUSBILDUNG GENEHMIGUNGSPFLICHTIG MACHEN

FLUGREISE MIT HUND Nicht immer aber kann der Hund seine Familie in den Urlaub begleiten. Sei es, weil ein Aktivurlaub, wie zum Beispiel ein Skiurlaub geplant ist und der Hund täglich mehr als acht Stunden alleine im Hotelzimmer warten müsste oder weil Reiseziele angestrebt werden, die den Hund, sowohl was die Anreise als auch den Aufenthalt angeht, stark belasten würden. Ein Urlaub in tropischen Gefilden wäre zum Beispiel mit einer großen Klimaveränderung verbunden. Zudem erfolgt die Anreise mit dem Flugzeug, eine Erfahrung, die nicht jeder Hund gut verkraftet. Sollte es dennoch unumgänglich sein, dass Ihr Hund einmal mit dem Flugzeug transportiert werden muss, sollten Sie auch hier einige Dinge beachten. Gewöhnen Sie Ihren Hund rechtzeitig vorher an die Flugbox. Dazu stellen Sie die Box zunächst einmal im Wohnzimmer auf, sodass sie ein normaler Einrichtungsgegenstand wird. Dann lassen Sie Ihren Hund Futterstücke aus der Box holen, später können Sie ihn auch komplett in der Box füttern. Wenn Ihr Hund ohne Angst in die Box geht und dort eine Weile bleibt, können Sie die Tür auch einmal für eine kurze Zeit schließen. Diesen Zeitraum steigern Sie dann immer weiter, bis Ihr Hund problemlos für längere Zeit in der Box liegen bleibt. Die Box sollte übrigens so groß sein, dass Ihr Hund ohne Probleme stehen, sitzen und auch ausgestreckt mit allen vier Beinen darin liegen kann! Gewöhnen Sie Ihren Hund auch daran, in der Box zu bleiben, ohne dass Sie anwesend sind. Bitte verabreichen Sie Ihrem Hund aber keine Beruhigungsmittel. Nichts ist schlimmer für einen Hund, als sich bei Angst nicht mehr bewegen zu können.

ALTERNATIVE: PENSION Die bessere Alternative als eine Begleitung im Flugzeug ist hier, Ihren Hund in einer Hundepension unterzubringen. In einer guten Hundepension dürfen Sie alles vorab in Ruhe anschauen. Natürlich sollte es sauber — aber nicht steril sein —‚ und die Betreiber sollten über ausreichend Erfahrung in der Einschätzung von Hundeverhalten haben. Daher wird ein vorheriges Kennenlernen des Hundes Pflicht sein, genauso wie ein Probetag vor einem längeren Aufenthalt. Selbstverständlich sollten immer alle Hunde geimpft und versichert sein!

GEBRAUCHSHUNDEPRÜFUNG OHNE TRAININGSPLAN OHNE SCHEMAERKENNUNG GENEHMIGUNGSPFLICHTIG MACHEN

Generell gibt es zwei unterschiedliche Arten von Hundepensionen. Kleine Familienpensionen, in denen maximal ein bis zwei Hunde aufgenommen werden. Die Hunde leben — zusammen mit den Hunden der Familie — mit im Rudel. Größere Pensionen nehmen mehr Hunde auf, hier leben die Hunde in der Regel in größeren Ausläufen oder einzelnen Gehegen. Eine persönlichere Betreuung hat man mit Sicherheit in einer kleinen Pension, jedoch muss man hier oft auch lange Zeit vorab reservieren, da die Plätze begrenzt sind. Schauen Sie sich generell immer an, wie die Hunde zusammengeführt werden. Achtet man auf das Verhalten der einzelnen Hunde? Wird darauf Rücksicht genommen, welche Hunde überhaupt zueinanderpassen? Gibt es Möglichkeiten, die Hunde auch einmal zu trennen? Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten können, ist Ihr Hund hier mit Sicherheit gut aufgehoben.

STANDBEWERTUNG REPRÄSENDATION MINDESTENZ 1mtr. DISTANZ ZWISCHEN HUND & FÜHRER

Dabei sein ist alles: Wenn der Hund sicher im Auto verstaut ist, dann weiß er, dass er mit verreisen darf und ist (meistens) beruhigt

Alles dabei Denken Sie an Futter, Papiere, Transportkorb, Spielzeug und Decke und eine eigene Reiseapotheke für den Hund

ZUM NACHDENKEN:
DEN VERSUCH AUS EINEM SPORTWAGEN EINE LIMOSINE ZU MACHEN, DAS GEHT NUR AUF DEM PAPIER

Wecke Ihn und das was in ihm steckt

Mittwoch, 19. Mai 2010

So fördern Sie das Talent Ihres Hundes

Wenn Hundebesitzer zusammen auf der Wiese stehen und ein Mensch stolz vorführt, was sein Hund alles kann, dann hört man die anderen Herrchen und Frauchen oft frustriert seufzen: „MEINER kann so etwas überhaupt nicht … NIE würde er so etwas lernen!“ Klar - Kunstücke zu lernen ist nicht jederhunds Sache. Das große Aber: So mancher Hund, der beim Männchenmachen kläglich versagt, ist dafür ein echter Agility-Crack oder eine Supernase. Daher gilt es: Entdecken Sie das Talent Ihres Hundes und fördern Sie es. Wecken Sie, was in ihm steckt, und Sie werden gemeinsam nicht nur Erfolgserlebnisse, sondern noch mehr Spaß haben. Dazu ist es zunächst einmal interessant, sich genauer mit der Rasse Ihres Vierbeiners zu befassen oder aber, wenn Sie Ihr Leben mit einem Mischling teilen, zu erkennen, welche Rassen bei ihm „durchschlagen“. Das kann sehr viel über die Veranlagung Ihres Hundes verraten. Ein Beagle wird vielleicht nie richtig zum Crack beim Gehorsamstraining (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel), entpuppt sich dafür mit seiner Mega Nase aber als ein wahres Ass bei der Fährtensuche oder beim Mantrailing. Ein Labrador kann sich als Star beim Dummytraining erweisen, weil er ganz einfach für die Apportierarbeit gezüchtet wurde und für sein Leben gerne einen Gegenstand im weichen Fang spazieren trägt. Dafür lernen schlaue Border Collies möglicherweise schneller zirkusreife Kunststückchen, als Sie „Rolle!“ sagen können.


TALENTE ERKENNEN:
Jeder Hund hat seine individuellen Begabungen,
Sie müssen sie nur entdecken

Wichtig, um das Talent Ihres Hundes fördern zu können, ist, dass Sie es erkennen und eingrenzen. Klar gibt es echte Allrounder, die einfach alles können und in jeder Hundesportart, bei jeder Beschäftigung, eine perfekte Figur machen. Aber das ist doch eher selten. Wie wir Menschen hat jeder Hund meistens eine bestimmte Begabung, die in speziellen Vorlieben und auch rassetypischer Veranlagung begründet liegt. Erkennen Sie diese spezielle Begabung - und bauen Sie sie aus. Denn wenn Ihr Hund mit Spaß dabei ist, dann ist er auch bereit, sich so richtig anzustrengen. Um das Talent Ihres Hundes zu fördern, braucht es aber noch mehr: Geduld. Und Motivation. Zum Thema Geduld lässt sich sagen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Manche Hunde begreifen Neues blitzschnell, andere lernen durch konsequentes Üben, und das dauert nun einmal ein wenig länger. Egal! Was zählt, ist das Ergebnis. Wichtig: Übertreiben Sie nicht. Wenn Sie Ihrem Hund einen Trick beibringen wollen, dann proben Sie längstens nur fünf Minuten und hören Sie immer mit einem Erfolgserlebnis auf. Sonst verliert der Hund die Lust, und das Ganze endet im Frust.

MOTIVATION UND GEDULD
Es liegt an Ihnen, Ihren vierbeinigen Partner so richtig anzuspornen. Finden Sie heraus, was ihn zum Mitmachen animiert. Lernt er am liebsten mit dem Clicker und ist wie elektrisiert, wenn Sie den kleinen Knackfrosch hervor zaubern? Dann machen Sie sich dieses Wissen zunutze und klickern Sie sich zum Erfolg. Ist für ihn ein gemeinsames Spiel die Belohnung schlechthin? Dann spielen Sie eine Runde „Zerren mit dem Spieltau“, wenn etwas so richtig gut geklappt hat, oder animieren Sie ihn mit dem Quietscheball. Wenn Ihr Hund so richtig heiß auf Leckerlis ist, dann bestätigen Sie erwünschtes Verhalten mit kleinen, feinen Bissen. Und wenn er für ein Lob so gut wie alles machen würde, dann sparen Sie nicht daran. Wichtig, um das Beste aus den Talenten des Hundes zu machen, ist, dass Sie stets mit Freude und Spaß bei der Sache sind und ohne Stress und Druck lernen und trainieren. Wenn Sie mal wenig Zeit haben, dann lassen Sie die gemeinsame Übungseinheit lieber weg, denn sonst ist Misserfolg vorprogrammiert. Ihre eigene schlechte Laune oder Unruhe überträgt sich allzu leicht auf den Hund. Wenn Sie dagegen Zeit, Lust und Freude am Arbeiten mit Ihrem Liebling haben, dann nur zu. Spüren Sie seine Talente auf und bringen Sie sie zum Glänzen - Ihr Hund wird es lieben!

HUNDEBLOCK BILD & VIDEO
SV-Saarland-LG/11 FCI-25 April 2010

Leckerli

Montag, 17. Mai 2010

Iwan-Petrowitsch-Pawlow
   
 
 DER SEMINARIST

Der Priesterseminiraist Iwan Petrowitsch-Pawlow (1849 bis 1936) liest den Evolutionstheoretiker Darwin und wird Experimentalmediziner. 1904 erhält er den Nobelpreis für seine Erkenntnisse über das Verdauungssystem des Hundes - der ihm fast wieder aberkannt wird, weil er die Rolle der Hormone übersieht.

Da läuft einem doch das Wasser im Maul zusammen. Genau das hat sich der russische Pionier der Verhaltensforschung, Iwan Pawlow, zur Aufgabe gemacht: den Speichelfluss des Hundes zu analysieren. Er beweist, dass die Evolution das Leben über Reflexe lernen lässt. Und erkennt, dass Nervenzellen im Gehirn sich ständig neu verschalten.

Unter Narkose hat Pawlow die Hunde zuvor operiert und ihnen den Kanal einer Speicheidrüse nach außen an das Kinn oder die Backe verlegt und mit einigen Stichen festgenäht. Ist alles abgeheilt, wird die Flüssigkeit dort in einem Glasröhrchen gesammelt und analysiert. Der russische Pionier der Verhaltensforschung ist kein gefühlloser Grobian. Er liebt seine Hunde, gibt ihnen Kosenamen, nennt sie “kleiner Freund”. Zwischen den Sitzungen werden die Tiere auf dem lnstitutsgelände Gassi geführt. “Wenn ich ein lebendes Tier seziere und zerstöre”, gesteht er ein, “erklingt tief in mir der bittere Vorwurf, ich würde mit grober, unbesonnener Hand einen unvergleichlich künstlerischen Mechanismus zermalmen. Doch das ertrage ich im Interesse der Wahrheit, zum Wohle der Menschheit.” In einer Welt, in der man Tiere zum Zeitvertreib jagt und wegen ihres Fleisches und Leders schlachtet, fühlt Pawlow sich berechtigt, einige wenige für den Fortschritt der menschlichen Erkenntnis zu opfern.

HINTER DER RÜHR-MICH-NICHT-AN HALTUNG VON DEUTSCHE SCHÄFERHUND ZÜCHTER VERBIRGT SICH PURE ZÜCHTERTAKTIK

1904 bekommt Pawlow für seine Arbeit den Nobelpreis. Allerdings wäre ihm der beinahe wieder aberkannt worden. Denn der Russe hatte sich auf die von der Evolution fein austarierten Reflexe und die Abläufe bei der Verdauung konzentriert, aber die wichtige Rolle der Hormone dabei komplett übersehen, die ein konkurrierendes Labor enthüllt. Pawlows Antwort, ein gelassenes Schulterzucken: “Natürlich haben wir kein exklusives Patent auf die Entdeckung der Wahrheit.”

Sein aufmerksamer Geist ist schon einen Schritt weiter. Pawlow hatte bemerkt, dass der Speichelfluss beim Hund nicht erst ausgelöst wird, wenn Futter ins Maul gelangt, sondern ihm schon vom Geruch, vom Anblick des Fressens oder sogar vom Quietschen einer Tür zur Essenszeit das Wasser im Maul zusammenläuft. “Psychische Sekretion” Nennt er das. Anders als die angeborenen Reflexe, die Instinkte, kann man diese erlernten oder “bedingten” Reaktionen gezielt beeinflussen. Die Trennlinie zwischen dem Mentalen und dem Körperlichen beginnt für Pawlow zu verschwimmen. Könnte es sein, dass alles, was wir tun und sogar denken, auf erlernten Reflexen beruht, moderner ausgedrückt: auf Konditionierung?

ES WIRD HÖCHSTE ZEIT, DASS DIE ZUCHTVERANTWORTLICHEN SICH AUF IHRE VERANTWORTUNG FÜR DEN DEUTSCHEN SCHÄFERHUND BESINNEN - ALLEN VORAN DIE KÖRMEISTER

Pawlow stellt sich damit einer der wichtigsten Fragen der Menschheit, auf die die Forschung bis heute keine befriedigende Antwort gefunden hat: Wie können auf ein Gehirn, das einen nichtmateriellen Verstand besitzt, die materiellen Kräfte der Evolution einwirken, die unseren Körper und unser Gehirn geformt haben? Einige Philosophen gehen zu Pawlows Zeit so weit zu behaupten, jedes Atom der Materie habe ein Schattenatom bei sich, das Bewusstsein enthalte - sozusagen eine späte Spielart der Leibnizschen Monade. Nach dieser Vorstellung wird jeder chemische Vorgang im Gehirn von einem mentalen Vorgang gespiegelt, ohne dass der eine den anderen kontrolliert.

BLINDEVEREINSGLÄUBIGKEIT, FRÜHER WAR DIE GIER NUR GUT, HEUTE IST SIE LEGAL

Freilich - Pawiow kümmert sich nicht groß um solche Fragen. Er stellt sich auf den Standpunkt: Egal, was im Inneren eines Hundekopfes vor sich geht - er könne das wissenschaftlich objektiv nur von außen beurteilen. “Der Naturforscher muss nur eine einzige Frage betrachten: In welchem Bezug steht diese oder jene externe Reaktion des Tieres zu den Phänomenen der externen Welt.” Der russische Forscher wird damit zu einem der Gründerväter des “Behaviorismus”, jener Forschungsrichtung, die John B. Watson und B. F. Skinner in den USA zu einer - vor allem ab den 1950er Jahren wirkmächtigen - psychologischen Schule ausbauen. Sie reduziert alle mentalen Vorgänge auf Reiz und Reaktion. Dazwischen hängt nur noch eine “black box”, frei übersetzt: ein unergründbares Loch, über das sich nichts Gesichertes aussagen lässt.

In den St. Petersburger Labors präsentiert Pawlow seinen Hunden Lichtblitze, Musik oder rotierende Gegenstände. Er berührt sie mit kalten oder warmen Sonden, lässt Metronome ticken und Hupen, Pfeifen, Stimmgabeln oder Signalhörner ertönen - und übrigens nie eine Glocke. Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Man kann den Speichelreflex der Hunde auf diese Dinge trainieren. Aus Sicht der Evolution gibt es keinen Grund, warum sie solche willkürlichen Koppelungen vorsehen sollte. Die verschiedenen Signale erlangen eine Bedeutung nur, weil der Hund sie auf seine gegenwärtige Situation bezieht, wo sie ihm das Überleben sichern.

FESTSTELLUNG (VIDEO/BILD) BEI VERS. KÖRVERANSTALTUNGEN, AUGENSCHEINLICH UND REALISTISCH

HIER FRÄGT MAN SICH WIE KANN DER EIN ODER ANDERE HUND DEN NACHWEIS ZU EINER BESTANDENEN SchH PRÜFUNG BRINGEN???

BEIM ANGEHEN ZUM HELFER ZEIGTE DIE MEHRZAHL DER HUNDE (LIZENZIERTE AUSBILDER/ZÜCHTER) UNPROFESSIONELLE GEHORSAMSVERHALTEN

BEIM AN -und BISS GRIFFVERHALTEN MEHRERE HUNDE KANN MAN VERSTEHEN WARUM DIESE HUNDEHALTER SICHERLICH MIT BESTER HOFFNUNG ANREISTEN.

BEI DER STANDBEWERTUNG ZEIGT SICH DER PROFI, WIE DIESER SEINEN HUND DEM RICHTER PRÄSENTIERT. ES IST MITUNTER BESCHÄMEND MIT ANZUSEHEN WIE LIZENZIERTE QUALITÄTSZÜCHTER IHREN HUND PRÄSENTIEREN

Daraus zieht Pawlow weitreichende Schlussfolgerungen über die Bauprinzipien der Natur: Die Nervenverbindungen im Kopf seien formbar, sie ließen sich wie die Kabel in einer Telefonzentrale ein- und ausstöpseln und schalteten zu neuen Verhaltensmustern durch. “Plastizität” nennt die moderne Hirnforschung dieses Phänomen.

Bei den Experimenten darf nichts die Tiere ablenken. “Die Schritte eines Passanten, zufällige Unterhaltungen im Nebenzimmer, eine zugeschlagene Tür oder die Vibrationen eines vorüberfahrenden Lkw, Straßengeräusche, selbst Schatten (…): Jeder dieser zufälligen unkontrollierten Reize, (…) löste eine Störung in den Gehirnhälften aus und beeinträchtigte die Experimente”, erinnert sich Pawlow. Zudem sind die Hunde ausgesprochen launisch. Pawlow lässt deshalb einen “Turm der Stille” errichten. Das Gebäude ist von einem mit Stroh gefüllten Graben umgeben, der Erschütterungen abdämpfen soll. Im ersten und im vierten Stock gibt es je 4schalldichte Beobachtungskammern die durch Korridore und das leere Stockwerk zwischen ihnen isoliert sind. Die Versuchsleiter beobachten die Hunde zudem durch Periskope. Ein Besucher berichtet einmal, man fühle sich wie in einem “kampfbereiten U-Boot”. Auch hier beschreitet Pawlow neue Wege: Seine “physiologische Fabrik”, wie sie der Historiker Daniel Todes nennt, nimmt die Methoden der heutigen experimentellen Großforschung vorweg. Jahrzehntelang testen Pawlows Teams ihre Hypothesen an Hunderten verschiedener Hunde. Und dokumentieren dabei ungewollt, dass geistige Phänomene nicht nur auf den Menschen beschränkt sind. Die Forscher hatten die Tiere schon mit Akkorden zum Speicheln gebracht. Und beginnen, ihnen einfache Melodien vorzuspielen: Bei 4 aufsteigenden Tönen gibt es zu fressen, bei 4 absteigenden kein Futter. Die Hunde lernen schnell, die Sequenzen zu unterscheiden. Nun werden aus diesen Tönen 22 kurze Melodien kombiniert und den Tieren vorgespielt. Und siehe da: Der abgesonderte oder eben nicht abgesonderte Speichel zeigten, dass die Hunde die neuen 4-Ton-Folgen in 2 gleich große Gruppen aufteilen - aufsteigend und absteigend. Die Tiere haben unbewusst ein einfaches Konzept entwickelt.

“Ich bin überzeugt”, erklärt Pawlow etwas großspurig, “dass auf genau diesem Weg des exakten Experiments die Lösung für das Problem der Zeit liegt, das die Philosophen über unzählige Generationen hinweg beschäftigt hat.” Das ist ihm nicht gelungen.

NACHGEDACHT DSH FÖRDERINITATIVE
DEUTSCHER SCHÄFERHUND

ERHÖHTE QUALITÄTSSICHERUNG (ZUCHTZULASSUNG KrK. I) nur mit AKZ.: VPG/SchH III
bzw. RETTUNGSHUNDEPRÜFUNG ???

STANDBEWERTUNGABSTAND ZUM HUND
MINDESTENS 1 mtr. ???

PRÄSENDATIONSSICHERHEIT MIT DISTANZ MIT UND OHNE LEINE ???

Doch eine kleine Geste macht ihn wirklich groß: 1935, ein Jahr bevor er stirbt, errichtet man auf dem Gelände seines Instituts, das Pawlow bis zum Schluss führt, den wahren Helden der Forschung einen Brunnen: “Denkmal für einen Hund”, steht darauf zu lesen. Ein Relief zeigt Laborszenen. Und am oberen Rand des Podests speien 8 Hundemäuler Wasser - sie geben ihren Speichel für die Wissenschaft.

Der 86-Jährige lässt den Versuchstieren ein Denkmal setzen im Garten seines Instituts.

ORIGINAL DEUTSCHE SCHÄFERHUNDZUCHT
KOMMERZIELL VEREINSUNABHÄNGIG ODER BEI VEREINSZUGEHÖRIGKEIT ???

SV Rheinland Pfalz LG10 Körung-OG Maxdorf-01.05.2010