Archiv für April 2011

Was sagen uns Beschwichtigungssignale

Donnerstag, 14. April 2011

Zur Seite schauen, am Boden schnüffeln oder mit den Augen blinzeln - all diese Verhaltensweisen zählen zu den Beschwichtigungssignalen des Hundes. Diese dienen dazu, Konflikte zu umgehen und Spannungen abzubauen und sind ein wichtiger Teil der Hundesprache. Richtig gedeutet, verraten sie dem Menschen vieles über die Gemütslage ihres Vierbeiners.

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Mit Beschwichtigungssignalen versuchen Hunde, bestimmte Situationen zu entschärfen, Auseinandersetzungen zu lösen oder sich selbst zu beruhigen. Hunde haben ein riesiges Repertoire an Beschwichtigungssignalen. Häufig beobachtet werden zum Beispiel das Schlecken der Nase oder das Anlegen der Ohren. Viele Hunde drehen aber auch den Kopf zur Seite oder verlangsamen ihre Bewegungen.

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In erster Linie dienen die Beschwichtigungssignale der Kommunikation mit Artgenossen. Die Tiere teilen einander mit, wenn sie etwas beunruhigt, oder sie merken, dass ein anderer Hund beunruhigt ist. Sie beschwichtigen damit sich selber genauso wie ihr Gegenüber. Daher sollten Hundehalter ihren Tieren auf Spaziergängen genug Freiraum lassen, diese Signale zu zeigen und von anderen Hunden zu empfangen.

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Auch in der Kommunikation zwischen Mensch und Vierbeiner sind die Beschwichtigungssignale wichtige Informationsquellen: Die Tiere zeigen, wenn ihnen etwas unangenehm ist, sie unsicher oder beunruhigt sind. So lernen Herrchen oder Frauchen zum Beispiel, ihren Hund nicht ganz so fest zu knuddeln, ihm nicht direkt ins Gesicht zu schauen oder es mit dem Training auf dem Hundeplatz so langsam gut sein zu lassen. Wer seinen Hund aufmerksam beobachtet, kann schnell erkennen, welche Signale er gerade aussendet und was er damit meint. Auf diese Weise fühlt sich der Vierbeiner nicht nur besser verstanden, die Mensch-Hund-Beziehung kann sich außerdem weiter vertiefen.

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Wie viel Auslauf braucht der Hund

Dienstag, 12. April 2011

Hunde brauchen Bewegung, das weiß jeder. Aber wie viel ist genug - und wie viel ist zu viel? Viele Hundehalter stellen sich diese Frage. Eine allgemeingültige Antwort jedoch gibt es nicht. Wie viel Bewegung der Hund braucht, das hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Alter, von der Rasse, den individuellen Bedürfnissen und auch der sonstigen Auslastung des Hundes. Dennoch gibt es einige Faustregeln.

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Dreimal am Tag zehn Minuten um den Block, das wird einem Irish Setter mit Sicherheit nicht ausreichen. Einem Jack Russell auch nicht. Diese Rassen werden ihren Unmut bald auf ihre Weise kundtun: Denn Hunde, die in Sachen Bewegung unterfordert sind, neigen dazu, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen. Und die kann zum Beispiel so aussehen, dass sie die Wohnung ein wenig “umdekorieren” oder permanent die Nachbarn verbellen. Andererseits ist ein Mops oder eine Englische Bulldogge nicht dazu geboren, sechsstündige Bergwandertouren zu unternehmen (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Wer wissen möchte, wie viel Gassi seine Wunschrasse ungefähr braucht, der sollte mit einem Fachwart sprechen: Der Experte kennt die Bedürfnisse in Sachen Bewegung und kann wertvolle Tipps geben. Ob dies auch auf Ihren Liebling zutrifft, müssen Sie letztlich selbst austesten. So gibt es durchaus auch Magyar Vizslas, die eher Sofaschmuser als Power-Pakete sind.

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Achten Sie auf Ihren Hund. Ist er daheim ruhig und lümmelt sich zufrieden in sein Körbchen, nachdem Sie unterwegs waren, scheint er mit der Dosis der Bewegung einverstanden zu sein. Bleibt er dagegen bis in die späten Abendstunden aktiv, schleppt ständig Spielzeug an, bellt viel oder quengelt, dann könnte es sein, dass Ihre Runden grundsätzlich zu kurz ausfallen. Achtung aber bei Hütehunden: Border Collie und Co. neigen dazu, auch nach der dreistündigen jogging-Runde mit dem Ball vor ihrem Menschen zu stehen und zu fragen: “War es das jetzt schon? Bist Du schon müde?” Für diese Rassen ist es wichtig, dass man ihnen auch einmal eine Auszeit verordnet, zum Beispiel, indem man sie mit einem Kauknochen ins Körbchen schickt, damit sie ein bisschen ruhiger werden. Denn sie können sich immer mehr hochputschen, je mehr Sie mit ihnen spielen, laufen und unternehmen.

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Für sehr bewegungsfreudige Hunde bietet es sich an, sie zum Joggen mitzunehmen oder sie am Rad laufen zu lassen. Gerade den- erwähnten Hütehunden kommt die gleichmäßige Art der Bewegung sehr entgegen, aber zum Beispiel auch viele Jagdhunde lieben es, sich schnell fortzubewegen. Dazu sollte Ihr Hund in jedem Falle fit sein. Gegebenenfalls machen Sie vorher einen Check beim - Tierarzt. Bevor Sie joggen oder radeln gehen, sollten Sie kurz mit dem Hund ins “Revier”, damit er sich lösen und etwas schnüffeln kann.

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Auch Hundesport ist zur Auslastung von aktiven Rassen prima. Gesunde Hunde, die springen dürfen, haben oft Freude an Agility. Immer mehr in Mode kommt das Longiertraining, bei dem mit dem Hund über Distanz wie mit Pferden gearbeitet wird. Ihr Hund darf sich richtig auspowern, gleichzeitig wird auch der Gehorsam geschult. Für Hunde mit kleinen Wehwehchen oder für ältere Semester bietet sich Dogdancing an - hier können - auch schwerere -Rassen wie Neufundländer schonend gefordert werden. Lernbegierige Hunde leben beim Tricktraining auf.

Für Welpenhalter gilt folgende Faustregel: Pro Lebensmonat Ihres Kleinen darf er fünf Minuten am Stück laufen. Dies bedeutet: Ein sechs Monate alter Junghund darf 30 Minuten Gassi gehen. Mit Welpen spazieren Sie also kürzer, dafür aber öfter.

Jedoch: Gassigehen ist längst nicht alles. Die Mehrzahl der Hunde möchte auch köpfchenmäßig ausgelastet werden. Zehn Minuten Nasenarbeit machen oft müder als zwei Stunden im Gelände. Kleine Suchspiele sind für das Nasentier Hund der Hit: Sie können sein. Trockenfutter im Garten verstreuen anstatt es ihm im Napf vorzusetzen. Oder aber Sie verstecken das Spielzeug im Wohnzimmer und lassen ihn suchen. Vereine Fachwarte gepr. Ausbilder bieten teilweise Fährtenarbeit an, die gerade für Jagdhunde wie den Beagle optimal ist. Manche Hunde - gerade die, die durch Futter motivierbar und apportierfreudig sind, wie der Labrador Retriever - lieben Spiele mit dem Futterdummy. Und entscheidend ist auch, dass der Hund viele verschiedene Reize bekommt (natürlich nicht ZU viele, denn das wäre wiederum Stress). Souveräne Typen kann man daher ruhig mal mit zum Stadtbummel oder ins Cafe nehmen. Abwechslung ist Trumpf, und Dabeisein ist alles!

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