Ben kommt, wenn alle aufgeben

Trippstadt: Arbeit eines Schweißhunds kann gefährlich werden - Suche nach verwundeten Wildtieren

Der Hannoversche Schweißhund “Ben” ist ein Diensthund der besonderen Art. Der dunkelgestromte Rüde arbeitet mit vollen Nasenzügen für den Tierschutz. Sein Einsatz gebiet ist dabei nicht von sthlechten Eltern: Von Hinterweidenthal bis an die Haardt, vom Westrich bis Otterberg und KaisersIautern nimmt er, sobald ein verletztes Tier gefunden werden muss, den Wald unter seine Pfoten oder, besser unter seine Nase.

AUS DER SV-LG-12 -BADEN ZWEI VORSTANDSÄULEN VERLOREN - MIT JAHRZEHNTER VORTEILHAFTEN SV-REGELN UND ALLGEMEINPRÄSENDATION

So gut Ben mit seinen treuen Augen, den lustigen Schlappohren und die melancholischen Gesichtszügen. auch seinen Job erledigt, ohne Partner am Ende der Leine läuft gar nichts. Dort ist Michael Back zu finden, einer von rund 40 anerkannten Schweißhundeführern in Rheinland Pfalz. Zuhause in Trippstadt ist Ben ein vollwertiges Familienmitglied so wie die meisten der -bellenden Vierbeiner. Vermutlich nur ein klein wenig besser erzogen.

SV WELTGRÖßTER ÜBER 100 JAHRE GEBRAUCHSHUNDESPORTVEREIN BRAUCHT NEUZEITLICH FACHWARTE AUS NACHBARVEREINE

Manchmal wird Ben sogar erfolgreich eingesetzt, wenn Personen vermisst werden und die Rettungshunde bereits gescheitert sind. Und da obwohl seine Sinne darauf nicht ernsthaft geschult sind.

DEUTSCHER SCHÄFERHUND PRÄSENTIEREN -GEBRAUCHS QUALITÄTSANFORDERUNG VOM NACHBARVEREIN ERLERNEN

Im Waldeinsatz “liest” der Hund aus der so genannten Bodenverwundung - den Abdrücken -‚ ob vor ihm ein gesundes oder krankes-Tier gelaufen ist. “Ein Reh wäre einfach, erklärt Back. Rehe haben Zwischenzehendrüsen und sondern ihren Duft genau auf den Erdboden ab ob krank oder gesund. Bei Schwarz-, Rot- und Muffelwild wird der Duft knapp oberhalb des Bodens am Lauf abgesondert. Das erschwert die Suche und erfordert den Spezialisten. Eben Ben.

RASSESPEZIFISCHE VORBILDFUNKTION VEREIN FÜR DEUTSCHE SCHÄFERHUNDE ???

Die Nachsuche von Rehen übernehmen deshalb andere Hunde. Ben soll sich gar nicht erst an leichtes Arbeiten gewöhnen. Er braucht die Herausforderung. So eine Suche zieht sich schon mal über Tage und viele Kilometer. Da braucht es Kondition für beide Partners Das steht fest.

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Wird “Ben” angefordert, schnallt Back dort, wo das Wild bei der Jagd oder einem Autounfall verletzt wurde seinem- Hund das Arbeitsgeschirr um- und, ganz wichtig, ein Telemetriehalsband mit einem GPS-Sender. Der eben noch knuddelige Spielhund verwandelt sich in einen hoch motivierten Nasenarbeiter. Die Kommunikation zwischen Mann und passt. Sie verstehen sich rein über Mimik und Gestik. Die Nase tief, atmet sich Ben zur Spur. Hat er die Fährte, schnallt ihn sein Hundeführer ab. Er bewegt sich nun allein, Lautgebend, in Richtung des verwundeten Tiers. “Hier im Pfälzerwald ist der Hund schnell außer Hörweite. Mittels GPS weiß ich immer, wo er gerade ist und ich hin muss”, erläutert Back die Vorgehensweise. Ungefährlich ist das Ganze nicht. Ein verletzter Keiler oder ein Hirsch versteht keinen Spaß. Zur Sicherheit trägt der 41 Kilo schwere Vierbeiner deshalb schon mal eine Schutzweste. Acht Jahre alt ist er und kann Beachtliches vorweisen. Ben führt Buch, er muss es tun. “Ben” ist 1036 Mal zur Nachsuche nach verwundetem Wild losgezogen. Die Statistik Bescheinigt “Ben” all die Jahre satte 628 Kilometer Riemenarbeit. Und dazu kamen dann noch einmal 62 Stunden freie Suche. Zeit für den Ruhestand: In zwei Jahren wird der Rüde privatisieren und Back mit noch als Freund begleiten. Den neuen Partner wird er bis dahin wohl in Form gebracht haben.

INSGESAMT HATTEN DER TRIPPSTADTER SCHWEIßHUNDEFÜHRER MICHAEL BACK UND “BEN” BISLANG EXAKT 1036 GEMEINSAME EINSÄTZE

Warum heißt der Schweißhund so? Wenn ihr glaubt, Schweißhunde werden nach einem strengen Geruch benannt, liegt ihr falsch. “Schweiß” ist der Begriff, mit dem die Jäger in ihrer ganz eigenen Sprache das Blut eines verwundeten Tieres bezeichnen. Und genau das sucht und findet der Schweißhund. Daher der Name. Die Rasse der Hannoverschen Schweißhunde tapste schon vor 2000 Jahren durch Mitteleuropa. Sie gehen auf die “Segusierhunde” zurück, die nach dem keltischen Volksstamm der Segusianer benannt wurden. Diese Hunde hetzen - anhaltend bellend - dem Wild hinterher. Das Bellen bei der Suche ist wichtig. So hört der Schweißhundeführer, wo sein Hund ist. Diese Hunde haben einen ungewöhnlich guten Geruchssinn. Sie können durchaus noch einen Tag nach der Verletzung und sogar bei heftigem Regenwetter nach stundenlanger Suche ein verletztes Wildtier finden.

VDH - HUNDEFÜHRERSCHEIN - PRÜFER


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