Keine Pflegeprobleme
Sonntag, 13. Juni 2010Ein schönes Ritual
Vielen Hunden gefällt es, wenn ihr Fell so richtig gründlich durchgebürstet wird
Viele Hunde genießen es, kräftig gebürstet zu werden. Dieses Bürsten gleicht der Fellpflege, die Hunde sich auch untereinander zukommen lassen. Mehrhundehalter werden dieses Verhalten oft beobachten können, wenn unter den Hunden eine partnerschaftliche Beziehung herrscht. Da leckt der eine Hund seinem Kumpel ausdauernd die Ohren aus, während der andere Hund das Fell seines vierbeinigen Partners regelrecht mit den Zähnen bearbeitet. Beide Seiten genießen die Prozedur, die durchaus eine ganze Zeit lang andauern kann. Der Mensch kann dieses Pflegeverhalten nun zu einen nachahmen, indem er den Hund krault und streichelt. Zum anderen kann auch die Verwendung von Hilfsmitteln wie Bürste, Ohrenpflegetüchern etc. vom Hund als angenehme Pflegemaßnahme empfunden werden, wenn sie in kleinen Schritt eingeführt wurde.
REGELMÄSSIGE KONTROLLE
Für viele Hunde sind diverse Pflegemaßnahmen aber auch unabdingbar. Hierzu gehören Hunde mit
langem Fell, das ohne regelmäßiges Bürsten verfilzen und verknoten würde. Aber auch kurzhaarige Hunde sollte man regelmäßig bürsten, besonders, wenn diese viel Unterwolle haben. So gibt es spezielle Unterwollbürsten, mit denen man die lose Unterwolle aus dem Fell holen kann. Dies erleichtert es den Hunden vor allem im Sommer - und hier besonders den alten Hunden -‚ die Hitze zu ertragen, es hilft aber auch dabei, dass in der Wohnung nicht übermäßig viele Fellknäuel herumfliegen. Eine regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Reinigung deren Ohren ist ebenso wichtig wie das Kontrollieren und gegebenenfalls Kürzen der Krallen.
Alle diese Maßnahmen sind für die alltägliche Versorgung des Hundes wichtig und sollten daher vom Welpenalter an mit dem Hund trainiert werden. Viele Menschen denken aber in dieser Zeit noch nicht daran, da der Welpe ja noch keine langen Krallen hat, und auch das Fell ist selbst bei den später langhaarigen Hunden noch kurz und bedarf keiner Pflege. Jetzt ist aber genau der richtige Zeitpunkt, um den vierbeinigen Freund an alle diese Pflegemaßnahmen zu gewöhnen. Der Vorteil besteht darin, dass man die Anwendungen in der Dauer genau auf den jeweiligen Hund abstimmen kann, gerade weil sie noch nicht unbedingt notwendig sind.
Schritt für Schritt: Nach einer langsamen Annäherung und Gewöhnung an die Hilfsmittel, die zur Pflege benötigt werden, können Sie mit kleinen „Pflege-Einheiten“ beginnen
Pflege und Vorsorge: Die regelmäßige Kontrolle der Ohren und der Krallen gehört zur alltäglichen Versorgung eines Hundes dazu und sollte für ihn selbstverständlich sein
TRAINING VON KLEIN AUF
Beginnen Sie damit direkt in den ersten Tagen, in denen Ihr Welpe bei Ihnen einzieht. Dazu nehmen
Sie mehrmals täglich die Pflegeutensilien wie Krallenzange, Bürste und Ohrentropfen heraus und lassen diese von Ihrem Welpen beschnüffeln. Vielleicht hat Ihr Welpe ja bereits Spaß am Apportieren, und Sie starten ein Apportierspiel mit der Bürste. Oder Sie füttern ihn einfach, während Sie alle Utensilien bereitlegen. Wichtig ist, dass Ihr Welpe auf jeden Fall etwas Angenehmes mit den Gegenständen verknüpft. Im nächsten Schritt nehmen Sie nun zum Beispiel die Bürste und lassen sie leicht einmal über
den Rücken des Hundes gleiten. Nehmen Sie anfangs auf jeden Fall eine weiche Bürste, der Hund soll nicht durch harte Borsten etwa aus Metall das Bürsten als schmerzhaft empfinden. Belohnen Sie ihn nach jedem Bürstenstrich, wenn er schön stillgehalten hat. Die Belohnung kann ein Futterstück sein oder aber auch die Beendigung der Pflegemaßnahme mit einem kleinen Spiel. Tag für Tag steigern Sie die Anzahl der Bürstenstriche, bevor es die begehrte Belohnung gibt. Genauso verfahren Sie, wenn Sie Ihren Hund an das Säubern der Ohren oder das Krallenschneiden gewöhnen möchten. Zunächst einmal lernt er das jeweilige Hilfsmittel kennen, Sie nähern sich damit immer mehr dem Körper des Hundes, dann erfolgt auf eine kurze Anwendung eine tolle Belohnung. Der Vorgang wird immer mehr gesteigert, bis Ihr Hund die Anwendung gerne und ruhig erträgt.
BLOCK’s FÖRDERINITATIVE SETZEN SICH LÄNGST FÜR ZU VEREINSÖFFENTLICH RASSESPEZIFISCHE HUNDEVERHALTENSERKENNTNIS VOR UND WÄREND DER ZUCHTWART -RICHTERANWÄRTERAUSBILDUNG EIN
Was aber, wenn der Hund bereits erwachsen ist und den Menschen anknurrt, sobald dieser mit der Bürste oder einem anderen Hilfsmittel in die Nähe des Hundes kommt? Bei einer medizinisch unumgänglichen Maßnahme bleibt oft nichts anderes übrig, als den Hund zum Beispiel über einen Maulkorb so ruhigzustellen, dass er nicht beißen kann. Daher sollte man einen Hund übrigens auch von klein auf daran gewöhnen, einen Maulkorb zu tragen; dies kann im späteren Leben in einer Notsituation wichtig sein und erleichtert dem Hund diese Maßnahme dann ungemein. Hat man jedoch Zeit, muss man hier in ganz kleinen Schritten den Hund an die Pflegemaßnahme gewöhnen. Da ist es dann auch erst einmal egal, ob das Fell unordentlich und verfilzt aussieht! Sie beginnen hier wieder mit einer Gewöhnung des Hundes an die Hilfsmittel, ohne dass diese überhaupt zum Einsatz kommen. Dies kann genauso wie beim Welpen über ein Füttern neben den vorbereiteten Gegenständen oder zum Beispiel über ein Apportierspiel geschehen. Wenn Ihr Hund die Anwesenheit der Hilfsmittel gelassen erträgt, beginnen Sie mit einer ersten kurzen Behandlung. Füttern Sie dabei den Hund, sodass er die Behandlung mit etwas Positivem verbindet. Dabei kann am Anfang eine vom Hund sehr begehrte Leckerei gegeben werden, ruhig auch in größerer Menge, oft bietet sich hier auch die alltägliche Fütterung des Hundes an. Nach und nach verlängern Sie nun die Anwendung und geben immer weniger Futter parallel dazu. Am Ende bekommt der Hund erst für die durchgeführte Behandlung Futter als Belohnung. Achten Sie während des Gewöhnungsprozesses aber bitte immer darauf, dass Ihr Hund die Pflegemaßnahme zwar wahrnimmt, aber noch ohne aggressives Verhalten erträgt.




