Der Schweizer Nationalhund erlangte Weltruhm.
Seine Geschichte ist untrennbar mit dem Grossen Sankt-Bernhard-Pass in den Alpen verbunden.
Noch heute leben dort im Sommer einige Bernhardiner.
Es heisst, es gebe nur zwei Jahreszeiten auf dem Grossen Sankt Bernhard: den vorigen und den
bevorstehenden Winter. Bis Juni bedeckt der Schnee die Berghaenge und Eis schwimmt auf dem See am Grenzuebergang. Mehr als die Haelfte des Jahres liegt Nebel ueber dem Pass, der die Schweiz und Italien miteinander verbindet. Je hoeher sich die Serpentinen den Berg hinaufwinden, desto nebliger wird es auch an diesem Abend. Irgendwo, vielleicht auf halber Hoehe, taucht in den Schwaden ein aufgepfaehlter
Napoleonshut auf. Eine Erinnerung an Frankreichs Herrscher, der im Jahre 1800 mit mehr als 40000 Soldaten den Pass ueberschritten hat. In jenem Jahr wurde Barry geboren. Sein Name und seine Geschichte gingen um die Welt. Barry, der beruehmte Bernhardiner, der mit seiner feinen Nase so viele
Menschen vor dem weissen Tod bewahrte.
Die Daemmerung bricht herein. In 2473 Meter Hoehe angekommen verschwimmen die Lichter auf der gegenueberIiegenden Seite des Sees im Dunst. Italien liegt nur noch einen Katzensprung weit entfernt. Es ist kalt, aber Sommer -zumindest kalendarisch.
Auf dem Jupiterberg
Am naechsten Tag strahlt die Sonne ueber die grauen Kolosse. Stahlblauer Himmel. Bernhardiner Titus ist uns einige Meter voraus, ein rotbraun-weisser Riese mit sanften Augen. Fast so trittsicher wie ein Steinbock oder eine Gaemse klettert er bergan. Ein Bilderbuchhund. Immer wieder haelt er inne, blickt herab und wartet zwischen Graesern und lilafarbenen Blueten auf seine Begleiter Mitten in der Erhabenheit der Berge beginnt sie also, die Geschichte der Sankt-Bernhardshunde, die mit der Historie des Passes untrennbar verwoben ist: Die natuerliche Grenze der Alpen erschwerte einst den Voelkern, nach Norden oder Sueden zu gelangen. Der Sankt-Bernhard-Pass. der die Staedte Martigny im schweizerischen Kanton Wallis und Aosta in Italien verknuepft, war einer der wichtigsten Uebergaenge
fuer Handeisreisende und Pilger. Er fuehrte ueber den Mont Joux, den Jupiterberg. Vier Jahrhunderte lang lag der Verkehrsweg in den Haenden der Roemer. Sie bauten eine Strasse, deren Reste auf italienischer Seite noch heute erkennbar sind. Zu Ehren des Gottes Jupiter errichteten sie einen Tempel und ein Refugium zum Schutze der Handeiskarawanen.
Mit Hilfe der vorauseilenden Hunde suchten die Hospizdiener erschoepften Reisenden.
Herberge fuer Beduerftige
Nach dem Untergang Roms gewann der Pass erst im Mittelalter wieder an Bedeutung. Pilger und Reisende waren nicht nur Schnee, Wind und Kaelte ausgeliefert. Gefahr bargen auch Raeuber und Wegelagerer.
Vermutlich 1050 gruendete Bernhard von Menthon, Erzdiakon von Aosta, ein Hospiz aus den Ruinen der roemischen Bauten. Hospize, christliche Herbergen, wurden von Kloestern einst dort errichtet, wo sie am meisten benoetigt wurden. Das Wort geht auf das lateinische hospitium zurueck, das auch Gastfreundschaft bedeutet.
Bernhard rief die Augustiner-Chorherren auf, sich auf dem Pass um die Beduerftigen zu kuemmern: “Christus anbetend verehren und ihn im Naechsten naehren”, lautete ihr Losungswort. Jahrhunderte spaeter sollten Hunde den Augustinern eng zur Seite stehen Es handelte sich vermutlich um Bauernhunde aus denen schliesslich Bernhardiner entstanden. Wann die ersten Tiere im Hospiz lebten, ist ungewiss Feuersbrunste vernichteten immer wieder wichtige Dokumente. So bleiben lediglich Vermutungen. Demnach kamen sie zwischen 1660 und 1670 auf den Pass, um zunaechst als Wachhunde ihren Dienst zu versehen.
Eine erste schriftliche Quelle stammt von einem Prior um 1700. Er erwaehnt darin den Kuechenmeister, der ein Laufrad fuer Hunde konstruierte und mit dessen Hilfe sie den Bratenspiess umdrehen sollten. Ein Bericht bestaetigt, dass sie Raeuber davon abhielten, den Klosterschatz zu rauben: “Allein der Anblick dieser Molosse hatte zur Folge, dass sie das Hospiz augenblicklich verliessen.”
Pfadfinder und Rettungshund
Der untraegliche Spuersinn der Hunde befaehigte sie zu hoeheren Aufgaben. In der rauen Bergwelt erwiesen sie sich als unersetzliche Begleiter der Menschen: Der Losung folgend fuer das Wohl der Reisenden zu sorgen, schickten die Chorherren von November bis Mai taeglich Hospizdiener hinaus. Die sogenannten Marroniers gingen den Menschen entgegen: zwei ins schweizerische Wallis und zwei Richtung Italien. Zur Staerkung der in Bergnot geratenen Wanderer trugen sie Brot, Wein und Kaese mit sich. Bei Unwetter und Lawineneinbruechen schlossen sich auch Geistliche der Suche an. Die Hunde eilten voran und bahnten mit ihrer breiten Brust den Weg durch den Schnee. Selbst bei Nacht und Nebel, Sturm und Schneegestoeber witterten sie die Erschoepften und fuehrten sie sicher ins Hospiz. Die Chorherren boten den Gaesten Essen, Kleidung und eine Unterkunft, bis sie ausser Gefahr weiterreisen konnten. Etwa 250 Jahre arbeiteten Mensch und Hund auf dem Pass zusammen. 2000 bis 2500 Personen retteten sie gemeinsam vor dem weissen Tod und riskierten dafuer ihr eigenes Leben. Nicht immer konnten sie helfen. Im Totenregister des Hospizes sind nicht nur die Lawinentoten verzeichnet, sondern auch die am Berg umgekommenen Hunde. Im Archiv findet sich eine erste schriftliche Notiz aus dem Jahr 1707: “… ein Hund uns verschuettet wurde.”
Schweizerische Bauernhunde
Die Hospizhunde sahen recht unterschiedlich aus. Lediglich ihre fuer die damaligen Verhaeltnisse stattliche Groesse und ihre rotbraun-weisse Faerbung einte sie. Fuer die Chorherren war der Nutzen ihrer Hunde wichtiger als ihr Aussehen. Allerdings achteten sie auf kurzhaarige Tiere. Die Langhaarigen verschenkten sie ins Mittelland. Sie eigneten sich nicht fuer den harten Dienst im Gebirge, denn ihr Fell verklebte im Schnee und trocknete schlecht. Mit der Zeit bildeten sich zwei Lokalschlaege heraus: ein Hund mit grossem Schaedel, kurzer Nase und starkem Stirnabsatz. Der zweite Typ war von leichterer Statur mit
kleinem Schaedel und schwachem Stop (Winkel zwischen Stirn und Nase). Heute gelten nur Hunde mit ausgepraegtem Stop als Bernhardiner.
Nach Ankunft der ersten Hunde im Hospiz vergingen mehr als zwei Jahrhunderte, ehe sie offiziell den Namen Sankt-Bernhardshunde trugen. Im Volksmund hiessen sie Kloster-, Alpen- und Barryhunde oder Lawinendoggen. Ihre Herkunft ist nicht eindeutig geklaert. In der Literatur wird mitunter auf die Tibet-Dogge verwiesen. Eine Abstammung von den Bauernhunden in der Schweiz gilt jedoch als wahrscheinlich. Sie waren frueher weit verbreitet, bewachten die Haefe, trieben das Vieh, zogen Milch- oder Gemuesekarren und wurden auch abseits des Grossen Sankt Bernhard als Lawinenhunde eingesetzt.
In den rauen Bergen und der Feuchtigkeit des Hospizes wurden sie jedoch nicht alt. Mehrfach starben die Tiere aus. Es ist anzunehmen, dass sich die Chorherren im Tal schnell wieder neue Hunde besorgten. Nur jene blieben auf dem Pass, die das Klima vertrugen und ihre Aufgaben vorbildlich erfuellten.
Barry
Ein Ruede gelangte zu besonderem Ruhm: Barry Er lebte von 1800 bis 1812 im Hospiz. Mit seiner Hilfe sollen 40 Menschenleben gerettet worden sein. Doch wie es sich haeufig mit Beruehmtheiten verhaelt, sind manche Geschichten zur Legende geworden. Demnach hat Barry allein einen halb erfrorenen Jungen auf seinem Ruecken zum Hospiz getragen und hoechstpersoenlich die Eingangsglocke betaetigt … An diesen sogenannten “Knabenritt” erinnert ein Denkmal auf einem Tierfriedhof in der Naehe von Paris. Es zeigt jedoch einen langhaarigen Hund - Barry hatte aber wie alle eingesetzten Hospizhunde kurze Haare. Der Inschrift zufolge wurde er von der 41. Person, die er retten wollte, getoetet. Ein Irrtum.
Mit den Jahren muede geworden, brachte ihn 1812 ein Pater zu Fuss nach Bern. Dort starb der Hund zwei Jahre spaeter an Altersschwaeche. Um sein Andenken zu bewahren, wurde Barry auf Bitten des Priors ausgestopft und dem Naturhistorischen Museum Bern uebergeben. Allerdings war die damalige Praeparierkunst nicht ausgefeilt. Die Proportionen stimmen nicht ganz, Barry ist zu gross geraten und der Schaedel zu maechtig geworden, wie neue Untersuchungen zeigen. Im Museum steht er noch heute und viele Besucher kommen nur seinetwegen.
—HEINRICH SCHUMACHER,–
“VATER” der BERNHARDINER |
–Laengst ist Barry zu einem Sinnbild fuer eine Hunderasse geworden. Faellt sein Name, wird er sofort mit einem Bernhardiner in Verbindung gebracht. Die Reinzucht dieser rotbraun-weissen, grossen Hunde folgte jedoch knapp 50 Jahre nach seinem Tod. Die Bezeichnung Sankt-Bernhardshunde bzw. Bernhardiner wurde im Jahr 1887 weltweit anerkannt.
Heinrich Schumacher (1831-1903), ein Metzger und Wirt aus Hollingen bei Bern, gilt als Begruender der Rasse. Er legte als Erster ein Zuchtbuch an. Der Wirt pflegte engen Kontakt zu den Chorherren und setzte fuer seine Zucht auch Hospizhunde ein. Sein Ideal war Barry. Er wollte den leichteren Gebrauchshundetyp wieder auferstehen lassen. Letztlich musste sich Heinrich Schumacher dem Zeitgeist beugen. Hunde von schwerer Statur mit maechtigem, rundem Kopf, starkem Stirnabsatz und langen Haaren waren beliebter und verkauften sich besser.: Enttaeuscht von dieser Entwicklung gab Heinrich Schumacher im Jahr 1890 seine Zucht auf. – |
Im Hospiz
Das Hospiz ist ein Ort der Zuflucht geblieben. Zwei Priester und ein Diakon kuemmern sich heute um Menschen, die Halt in einer rastlos gewordenen Welt suchen. Aus der christlichen Herberge ist im Laufe der Zeit ein riesiger Bau geworden. Es gibt darin eine Klosterkirche aus dem 17. Jahrhundert mit einem aus Nussbaum geschnitzten Chorgestaehl. Das Deckengewoelbe mit Barockfresken ist in seiner Pracht ein Gegensatz zur kargen Bergwelt Unter der Kirche befindet sich die Krypta die heute als Gebetsraum genutzt wird. Auf einem der langen Flure steht eine Vase mit frischen Sommerblumen, die Dorfbewohner jede Woche aus dem Tal mitbringen.
“Viele fragen uns sofort nach den Hunden” erzaehlt Chorherr Jose Mittaz, der seit zwei Jahren Priester im Hospiz ist.

Doch die Augustiner haben 2005 die Hospizhunde der Stiftung
“Fondation Barry” Uebergeben, um ihr Leben ganz dem Gebet und den Pilgern zu widmen.
Ab den 1950er Jahren sind die Hunde arbeitslos geworden. Der Helikopter kam auf, die Passstrasse wurde ausgebaut und seit 1964 fuehrt ein ganzjaehrig geoeffneter Tunnel unterhalb des Hospizes nach Italien. Hunde sind fuer den professionellen Rettungsdienst nach wie vor unerlaesslich, aber es gibt leichtere Rassen als die 60 bis 80 Kilogramm schweren Bernhardiner.
Aufnehmen, begleiten, befreien
Das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard liegt an der Pilgerstrasse Via Francigena, die von Canterbury bis nach Rom fuehrt. Es beherbergt Pilger und Gruppen, die zu Fuss oder mit Tourenskiern unterwegs sind. Manche suchen lediglich eine Unterkunft, andere geistliche Begleitung. Die Menschen kommen zu Einkehrtagen, Exerzitien, Wanderungen in den Bergen. Touristen sind zwar zum Besuch und Gebet eingeladen, aber Uebernachten muessen sie anderweitig, wie etwa im Hotel des Hospizes auf der
gegenueberliegenden Seite. Es sei denn, sie haben den Berg mit eigener Muskelkraft erklommen, also zu Fuss oder mit dem Fahrrad.
“Unsere Aufgabe ist die Gastfreundlichkeit. Wir nehmen alle Menschen auf, egal welcher Religion”, sagt Chorherr Jos. Zur dunklen Hose traegt er ein weit geschnittenes, helles Gewand. Darueber haengt ein Kreuz. Schwarz schafft zu viel Distanz, hat die Bruderschaft entschieden. “Wir schenken den Menschen
Hoffnung und Vertrauen. Sie moechten gehoert werden. Unsere Praesenz hilft ihnen, den Sinn des Lebens zu finden.” In den Bergen ist alles anders. Still, einsam und karg. Zeit, um Ruhe zu finden und einen Weg zu sich selbst. Loslassen. Distanz zum Alltag schaerft den Blick auf das Wesentliche. “Oft erleben wir etwas sehr Tiefes mit den Menschen. Dann ist es schwierig, sie wieder gehen zu lassen”, erzaehlt Jose.
Sieben Monate im Jahr ist die Strasse gesperrt und das Hospiz von der Umwelt so gut wie abgeschnitten. Nur die Pilger kommen auf ihren Skiern. 6000 im Winter und 5000 im Sommer. Im Oktober legen die Chorherren einen Vorrat fuer ihre Gaeste an. 1000 Kilogramm Kaese und Fleisch, 700 Kilogramm Brot. Brauchen sie Nachschub, einen Elektriker oder Klempner, muss der Helikopter fliegen.
Die Hospizhunde heute
Auch wenn die Hospizhunde ihre urspruengliche Aufgabe verloren haben - mit dem Grossen Sankt Bernhard im franzoesischsprachigen Teil des Wallis bleibt ihre Geschichte immer verbunden. Jeden Sommer, wenn der Pass wieder geoeffnet und der Schnee geschmolzen ist, baut die Fondation Barry einen Zwinger auf. Von Juni bis Anfang Oktober lebt dort etwa die Haelfte ihrer insgesamt 28 Bernhardiner. Besucher koennen sich die Hunde anschauen, mit mindestens zwei Bernhardinern und
in Begleitung eines Hundefuehrers Bergwanderungen unternehmen sowie das angrenzende Museum besuchen, das die Historie der Rasse und des Passes erzaehlt. Die andere Haelfte der Hunde lebt in der Zuchtstaette in Martigny im Rhonetal. Tagsueber ist in der Stadt auch ein Teil im Bernhardiner-Museum praesent.
Die christliche Herberge ist ein Ort der Zuflucht.
Zeit, um Ruhe zu finden.
Die Legende vom Faesschen
Die Fondation Barry zuechtet etwa 20 Welpen im Jahr. Die meisten sind kurzhaarige Hunde wie der urspruengliche Hospiztyp, dem sie sich annaehern maechte. Barry bleibt unvergessen -aus jedem Wurf traegt ein Ruede seinen Namen.
“Ein Bernhardiner braucht viel Zeit und Platz”, wird gesagt von der Fondation. “Er ist sehr anhaenglich und gutmuetig, hat aber seinen eigenen Kopf und sollte in die Haende von hundeerfahrenen Menschen. Gut sozialisiert und erzogen ist er ein toller Familienhund.”
Waehrend erzaehlt wird, thront ein Bernhardiner auf einem Holzpodest im Zwinger, um die Wuensche der Touristen zu bedienen. Mit einer Engelsgeduld haelt er still, zeigt bei Wohlgefallen seinen Bauch und streckt die Beine in die Luft. Ein Hund zum Anfassen, Knuddeln und Fotografieren - mit und ohne Faesschen. Dabei haben es seine Vorfahren wahrscheinlich nie getragen. “Die Hospizchronisten wissen nichts von einem Faesschen. Es war gar nicht praktikabel bei der Rettungsarbeit”, wird gesagt.
Der Legende nach sollen die Hunde darin Wein zur Staerkung der erschoepften Reisenden transportiert haben. Im Naturhistorischen Museum Bern gibt es zwar Faesschen, jedoch ohne Ausguss und Gebrauchsspuren. Wahrscheinlich begleiteten aber manche Hunde die Marroniers zur Sennerei und trugen im Packsattel Milch und Butter hinauf zum Hospiz. Wie dem auch sei ohne Faesschen geht es nicht. Das musste sich auch die Fondation Barry eingestehen, deren Logo den Schweizer Nationalhund mit seinem Markenzeichen zeigt. In den Souvenirlaeden tragen die Pluesch-Bernhardiner Faesschen und einzeln zu kaufen gibt es sie auch - vielleicht als Geschenk fuer den Hund daheim?
Sohn eines Marroniers
Auf der italienischen Seite, vis-a-vis vom Denkmal des heiligen Bernhard, verkauft Giuseppe Vuyet seine Andenken. In einer winzigen Holzhuette am Ufer des Sees verbringt er die Sommermonate. Den Pass kennt er seit Kindertagen. Sein Vater war Marronier. “Er kuemmerte sich um die Pflege und Aufzucht
der Hunde, erledigte alle noetigen Arbeiten, backte Brot oder fertigte Skier. Er war fuer die Posttransporte zustaendig, bei denen ihn immer Hunde begleiteten”, erzaehlt er.
Als Junge besuchte er seinen Vater im Sommer. Der Pass hat ihn seither nicht mehr losgelassen. Selbst spaeter, als Giuseppe als Grundschullehrer arbeitete, kam er in den Ferien her und verkaufte Souvenirs. Er liebt die Bernhardiner, wie er sagt, und pflegt zu den Chorherren einen engen Kontakt. 3600 Postkarten hat der Italiener vom Grossen Sankt Bernhard gesammelt. Er klappert viele Flohmaerkte ab und entdeckte in London eine Schwarz-Weiss-Karte von persoenlichem Wert: Sie zeigt ihn als Kind und seine Mutter auf dem Pass.
“Der Grosse Sankt Bernhard - das ist mein Leben.”
SCHWEIZER K O N T A K T E
GROSSER SANKT BERNHARD
Das Hospiz liegt im franzoesischsprachigen Teil des Kantons Wallis im Suedwesten der Schweiz. Der Grosse Sankt Bernhard ist ein rund 80 Kilometer langer Pass zwischen den Staedten Martigny in der Schweiz und Aosta in Italien.
EMPFEHLUNG von bernhardiner-info.de:
Schweizer Nationalhund WELPENKAUF
Zukunftsorientiert: Ansprechspartner
Geschäftsführer: Hr. Rudolf Thomann
E-Mail: rthomann@fondation-barry.ch
FONDATION BARRY DU GRAND SAINT Route des Chantons 52, CH-1920 Martigny, Tel.: 0041(0)27 722 6542, www.fondation-barry.ch, Oeffnungszeiten der Zuchtstaette (Oktober bis Mai): mittwochs, samstags und sonntags 14-16.30 Uhr
ZWINGER UND MUSEUM AUF DEM GROSSEN SANKT BERNHARD
Oeffnungszeiten: Juni bis September: taeglich 10-18 Uhr, Tel.: 0041(0)27787 1236. Besucher koennen sich
den Zwinger anschauen und sich im Museum ueber die Geschichte der Bernhardiner und des Passes informieren.
WANDERUNGEN: Vom 1. Juli bis 13. September bietet die Fondation Barry 1½-stuendige Wanderungen mit Bernhardinern auf dem Grossen Sankt Bernhard an. Start: 10 Uhr fuer sportliche Wanderungen und 14 Uhr fuer einfache Wanderungen, Preis pro Person: 32 €‚ (Senioren 30 €‚) Kinder 5 € Anmeldung: 0041(0)277 226 542, st-bernard@fondation-barry.ch. Von Januar bis April sind Winterwanderungen in den Rebbergen von FuIly moeglich und von Dezember bis Februar ziehen Bernhardiner Schlitten in Champex.
HOSPICE DU GRAND-SAINT-BERNARD, CH-1946 BourgSaint-Pierre, Tel.: 0041(0)27787 1236, www.gsbernard.net (franzoesischsprachige Website). Das Hospiz laedt Pilger zu Einkehrtagen, Exerzitien und Bergwanderungen ein. Touristen sind willkommen, jedoch sind die Zimmer nur fuer Pilger und
solche Menschen bestimmt, die den Berg mit eigener Muskelkraft erklimmen.
HOTEL DE Lâ HOSPICE DU GRAND-ST-BERNARD, Chantal Carrupt Rossier, CH-1946 Bourg-St-Pierre, Tel.: 0041(0) 27787 1153, www.hotelhospice.ch. In unmittelbarer Naehe zu den Bernhardinern und dem Hospiz koennen Touristen in diesem Hotel von Juni bis Anfang Oktober Uebernachten.
VIA FRANCIGENA: Im 17. Jahrhundert verlor die Pilgerroute an Bedeutung, inzwischen ist die Via Francigena wiederentdeckt worden. Der Kulturweg fuehrt von Canterbury nach Rom. Eines der Etappenziele ist das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard. www.viafrancigena.ch
BERNHARDINER-MUSEUM (Musee et Chiens du Saint-Bernard), Route du Levant 34, CH-1920 Martigny, Tel.: 0041 (0)277 204 920, www.museesaintbernard.ch, Oeffnungszeiten: taeglich 10-18 Uhr. Das sehenswerte Museum im Rhonetal in Martigny zeigt nicht nur anschaulich die Historie der Bernhardiner an ihrem Ursprungsort - hier leben auch tagsueber einige Hunde der Fondation Barry.
NATURHISTORISCHES MUSEUM BERN, Bernastrasse 15, CH-3005 Bern, Tel.: 0041(0)313507111,
www-nmbe.ch, Oeffnungszeiten: Mo 14-17 Uhr, Di, Do, Fr 9-17 Uhr, Mi 9-18 Uhr, Sa+So 10-17 Uhr. Im Eingangsbereich des Naturhistorischen Museums steht das Praeparat des beruehmten Barry
(1800-1814). Auf Wunsch des Priors des Hospizes sollte sein Andenken bewahrt werden.
WEITERE INFORMATIONEN Ueber die Region und Unterkuenfte unter: www.pays-du-saint-bernard.ch, Tel.: 0041(0)277 833 248, www.martigny.com, Tel.: 0041(0)277 204 949, www.progrand-saintbernard.ch (Vereinigung Grosser Sankt Bernhard), www.sbernard.ch (Postkartensammlung von Giuseppe Vuyet)
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Repraesentation -Bewertungsgelaende
Lenken und Leiten aus geringer Distanz
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(videoausschnittveroeffentlichung demnaechst)