LEBENSRETTER UND SEELENTRÖSTER
Spürhunde warnen US-Truppen in Afghanistan vor Sprengfallen
Der Rüde mit dem hellbraunen Fell hält kurz inne Seine Muskeln spannen sich an, er kauert sich auf den staubigen Boden. Für,
die US-Soldaten in der südafghanischen Provinz Helmand heißt das: Lebensgefahr. Der wachsame Labrador hat Sprengstoff
gewittert. “Wir müssen hier auf Nummer sicher gehen”. Sagt Hundeführer Andrew Guzman. Seine Staffel geleitet einen Spähtrupp
in die Nähe einer Taliban-Hochburg, vermutlich Bomben gebaut wurden.
Der Spürhund hört auf den Namen Crush. Wie sich schnell herausstellt hat er Spuren von Ammoniaksalpeter entdeckt. Als
Düngemittel hat der afghanische ‚ Präsident Hamid Karzai das Salz gerade verboten, weil die Taliban es schon seit langem als
Bestandteil ihrer Sprengfallen und Rohrbomben verwenden. Bei Anschlägen auf die US-geführten Truppen kommt es immer wieder
zum Einsatz. Crush hat den Geruch sofort erkannt. “Auf die Hunde ist zu 98 Prozent Verlass”, sagt Guzman. Wir vertrauen
ihnen mehr als Metalldetektoren und Minensuchgeräten.” Auf fünf verschiedene Gefahrenquellen sind die Labradore abgerichtet.
Sie wittern den militärisch eingesetzten Plastiksprengstoff C-4 ebenso wie weitgehend frei verfügbare Zutaten wie Ammoniumnitrat.
Die vier Hunde in der Staffel von Guzman sind im Schnitt vier Jahre alt. Vor Afghanistan waren sie alle auch bereits im Irak
im Einsatz. “Sie sind großartig”, schwärmt Oberleutnant Aaron MacLean, zu dessen Regiment die Hundestaffel gehört. “Sie
helfen uns dabei, am Leben zu bleiben.”
Erst zwei Tage zuvor, berichtet MacLean, waren zwei Spähtrupps in eine Falle geraten, als sie ein fremdes Gebäude
auskundschafteten. Nur Minuten vor dem Eintreffen der Hundestaffell lösten sie die Explosion eines improvisierten
Sprengkörpers aus, bei der zwei Soldaten starben.
Auch die Hunde und ihre Führer wurden zu Boden gerissen, nahmen ihre Arbeit aber umgehend wieder auf, um den Rest der
Truppe zu schützen. Doch die Hunde können nicht nur eben retten. Den Soldaten in Afghanistan dienen sie in ihren freien
Stunden auch als treue Begleiter und Seelentröster, die sie den harten Alltag im Einsatz vergessen machen. Im Camp spielen
die Männer mit den Tieren, viele haben sich auch schon erkundigt, ob sie einen der Labradore nach ihrem Einsatz adoptieren können.
In Begleitung ihrer Spürhunde fühlen sich die Soldaten
im Afghanistan-Einsatz sicherer.
“Die haben unser Leben ganz schön in der Hand”, sagt der Obergefreite George Grimm, der für den drei Jahre alten Spürhund
Brooks verantwortlich ist. Dreimal war der Labrador Rüde bereits im Irak und in Afghanistan im Einsatz. Seine feine Nase
trug dazu bei, 14 Bomben zu entdecken und unzählige Menschenleben zu retten. “In seiner Begleitung fühlt sich jeder Soldat
sicherer”, sagt Grimm. Der 19 Jährige wirft seinem Hund ein Spielzeug aus Gummi zu. “Sie verlangen nicht viel”, sagt er,
“außer, dass man sich um sie kümmert.”
Für das Training der Spürhunde durch zivile Ausbilder hat das US-Verteidigungsministerium viel Geld investiert. Die
Abrichtung beginnt bereits im Welpenalter, mit zweieinhalb Jahren sind die Hunde bereit für den Einsatz. Die Hundestaffel in
Afghanistan hat sich für Labradore entschieden, weil sie leichter Auszubilden seien als Schäferhunde.
Labradorhunde werden auch bei der Jagd eingesetzt. Sie können eine Witterung auf 500 Meter Entfernung aufnehmen - eine
Eigenschaft, die auch die Soldaten in Afghanistan schätzen. 70 Hunde hat die US-Armee dort zurzeit im Einsatz, Verstärkung
hat das Pentagon bereits angekündigt.
ZUR SACHE: BEUNDESWEHR-SOLDATEN AUF VIER PFOTEN
Alle Diensthunde der Bundeswehr werden in der Vulkaneifel ausgebildet: In einem ehemaligen Munitionsdepot bei Ulmen wachsen
Belgische und Deutsche Schäferhunde und Labradore und ihre Hundeführer zu Teams zusammen, die sich blind verstehen.
“Verdächtige Post, die Kontrolle von Unterkünften, Suche in der Kanalisation, Minen in Schotter oder Sand - wir können
hier alle Szenarien nachstellen”, erläutert Jörg Schulenburg, wie die Einheiten aus Mensch und Tier üben. Oberfeldveterinär
Schulenburg, promovierter Tierarzt und Hundeliebhaber, ist der Kommandeur der Schule für das Diensthundewesen der Bundeswehr.
Im Dienst fürs Vaterland stehen aktuell 400 Wachbegleithunde, die mit zivilen Wachleuten militärische Liegenschaften schützen.
Ebenso stark soll die Einheit der spezialisierten Spürhunde werden.
Noch ist diese Zahl nicht erreicht:
“Erst seit Ende der
1990er-Jahre wurde der Einsatz der Spezialhunde forciert”, erläutert Schulenburg. Seither setzt die Bundeswehr in bewaffneten
Konflikten wie dem in Afghanistan immer häufiger auf die feine Nase der vierbeinigen Kameraden: Teils unter
Gefechtsbedingungen sind die Hunde mit Fallschirm- und Feldjägern unterwegs, um Kampfmittel und Sprengstoffe, Minen oder
auch Rauschgift aufzuspüren.
“Kein Sensor kann eine Hundenase schlagen”,
sagt der Oberfeldveterinär und fährt fort:
“Noch keiner unserer Hunde ist im Einsatz zu Schaden gekommen.”
Höchstens zwei Monate dauert der Auslandseinsatz eines Spezialhundes, dann “arbeitet” er wieder ein Jahr in Deutschland.
Die Ausbildung der Diensthunde, von denen ein Teil aus bundeseigener Zucht stammt, beginnt im Alter von etwa 18 Monaten.
Das Klassenziel ist nach vier Monaten Grundausbildung und bis zu sieben Monaten Spezialisierung erreicht. Wie ein Hund
eingesetzt wird, hängt von Nase, Nervenkostüm und Temperament ab: Minenspürhunde etwa dürfen naturgemäß nicht allzu lebhaft sein.
Im Schnitt werden die Spezialhunde der Bundeswehr nach sechs Jahren im Dienst ausgemustert. “Besonders fitte Tiere können
auch mit zwölf Jahren noch eingesetzt werden “, sagt Schulenburg. Ihren Ruhestand genießen die Soldaten auf vier Pfoten
entweder im Gnadenbrotrudel der Schule oder bei ihren Hundeführern.
VOM DEUTSCHEN SCHÄFERHUND SV-DSH-RASSESPEZIFISCHE HUNDEPSYCHOLOGIE WILL NIEMAND ETWAS WISSEN
BEWERTER INSBESONDERS ZUCHTRICHTER & KÖRMEISTER
OHNE HUNDEPSYCHOLOGISCHES WISSEN FÜR DIE VEREINSZUKUNFT UNDENKBAR
VEREINSÖFFENTLICH ZU MACHENDE GESAMMELTE ERFAHRUNGSWERTE IM SV WEITER EIN TABUTHEMA
“DAS WICHTIGSTE IST DER MUT”
IN DEN LETZTEN TAGEN HABE ICH VON VERSCHIEDENEN VEREINSKOLLEGEN HINTER VORGEHALTENER HAND VIEL ZUSTIMMUNG ERFAHREN. UND SO NACH EINIGEM ABWARTEN KOMMEN JA AUCH EINIGE AUS DER DECKUNG
ES GEHT NICHT DARUM BELIEBT ZU WERDEN,
SONDERN DARUM, DAS RICHTIGE ZU TUN
BEHÖRDENGEBRAUCHSHUND DEUTSCHER SCHÄFERHUND VON DAMALS IST HEUTE ZUM SPORTGERÄT
FÜR AMTSTRÄGER IM VEREIN GEWORDEN