Regelmäßig Zähne Zeigen
Hunde werden oft von Zahnschmerzen geplagt
Am besten ab Welpen Ankauf
Wenn Hunde, griesgrämig werden oder nicht mehr fressen wollen, haben sie vielleicht Zahnschmerzen. Unbehandelt können sich
Zahnentzündungen im ganzen Körper ausbreiten. Deshalb raten Hundeexperten, die Zähne vom Hund regelmäßig zu pflegen. Das
richtige Futter und geduldiges Training helfen dabei.
So sanft der Hund seinem HaIter auch um die Beine streichen mag: Wer einen Blick auf die dolchartigen Eckzähne wirft, die
sogar bei geschlossenem Maul zwischen den Lippen hervorspitzen können, ahnt, dass sich hier ein Jäger einschmeichelt. Das
Gebiss eines Hundes ist das eines perfekten Jägers, es kann Beutetiere in Sekundenschnell töten und hat keine Schwierigkeiten
damit, Muskelfasern zu zertrennen und Knochen zu knacken. Handelsübliche Dosennahrung fordert ein solches Hochleistungsgebiss
kaum: „Wie stark sich Plaque bildet, hängt mit der Ernährung unserer Hunde zusammen“. Feuchtfutter hilft bei der Zahnpflege
kaum. Der mechanische Abreib fehlt, und es regt nicht zum Kauen an.“
INSBERSONDER’s IN DER BERNHARDIENERSZENE
Wenn Hund kräftig kauen, kommt der Speichelfluss in Gang. Was manchmal unappetitlich aussieht, wirkt wie eine kräftige Munddusche. Deshalb dienen Kauknochen und Trockenfutter der Zahngesundheit viel besser als weiches Dosenfutter, das der Hund ohne großen Kauaufwand schlucken kann. „Vielen Tierfuttern sind inzwischen auch Enzyme zugesetzt, die Plaque auflösen“. Plaque ist der Fachbegriff für den Bakterienrasen, der sich im Mund ausbreitet, wenn Futterreste zwischen den Zähne hängen bleiben und sich zersetzen. Die Folge ist nicht nur ein unangenehmer Mundgeruch. Wenn das Haustier aus dem Rachen wie ein toter Fisch riecht, sind Zahnstein und Entzündungen nicht weit. Selbst ein Laie kann den festen kalkartigen Belag und das gereizte dunkelrote Zahnfleisch leicht erkennen. Meistens beginnen die Beschwerden an den Backenzähnen. Ich habe keine Statistiken, aber die Erfahrung zeigt, dass mindestens die Hälfte der Hunde unter Zahnproblemen leidet“.
Hunde leiden bei Zahnschmerzen genauso wie Menschen. Nicht immer tun sie es still duldend – Zahnweh kann alle Lebewesen
buchstäblich zur Raserei treiben. Gefahr droht außerdem den Organen: Unbehandelte Eiterherde können im Körper wandern und vor
allem Herz und Nieren schädigen. Deshalb ist der Blick ins Maul Teil jeder Vorsorge- oder Grundausbildung eines Ausbilders.
Auch wie Tiere, am besten ernährt werden, weiß ein erfahrener Ausbilder/Züchter.
Es gibt, kein typisches Alter, in dem Zahnschmerzen unser Hund plagt. „Jeder Hund, das seine bleibenden Zähne hat, ist
gefährdet“. Für das Training der Zahnkontrolle Jedoch gilt, dass das kleine Hänschen besser lernt als der große Hans: Wer
schon beim jungen Hund mit Geduld und Konsequenz behutsam das Mäulchen und die Lippen streichelt, dann ab und an den Fang
öffnet und schließlich Zähne und Zahnfleisch sanft mit den Fingern massiert, kann bei den meisten Hunden den Plaque-Bakterien
später problemlos mit speziellen Hundezahnbürsten auf den Pelz rücken. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich der
Hund überall im Maul berühren lässt.
Hundehalter kontrollieren meistens zuerst einmal die Zähne, wenn sich der Hund uns nicht mehr an die Backen lässt, sich widersetzt, oder der Hund plötzlich schlecht frisst. Die Gründe für Zahnprobleme liegen auch beim Hund im Kern im Haustierdasein. Die auf Leistung abgestellte Zuchtauswahl tat über die Jahrhunderte ein Übriges: Zahngesundheit ist, ähnlich wie beim Menschen und anders als in der Natur, kein Selektionskriterium mehr.

Das Gebiss von Hund
Der Hundewelpe fängt in der dritten Lebenswoche an, Zähne zu schieben. Bis zur sechsten Woche entwickelt der Hund ein
Milchgebiss aus 8 Zähnen. Ab dem dritten Monat beginnt der Zahnwechsel, mit etwa sieben Monaten ist das bleibende Gebiss
eines Hundes komplett. Es hat 42 Zähne: Zwölf Schneidezähne, vier Fangzähne, 16 Reiß- und zehn Backenzähne. Die Schneidezähne
benutzen Fleischfresser zum sauberen Abnagen von Knochen und bei der Fellpflege. Die Fangzähne dienen zum Fangen und Töten,
und mit den Backenzähnen zerteilen und zermahlen Raubtiere ihre Beute.
